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Fallschirmspringen lernen

Fragen und Antworten

Sie wollen Fallschirmspringen lernen? Interesse an einer Fallschirmsprung-Ausbildung? Hier gibt es Antworten auf Ihre Fragen. Sollte keine passende Antwort dabei sein, einfach eine Nachricht schicken!

Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Ausbildungskurse "AFF" oder "konventionell"?

AFF: hier handelt es sich um die modernere Variante der Fallschirmspringer Ausbildung. 7x Freifallsprünge mit jeweils bis zu 60 sec freien Fall. Konventionell: Zunächst der A-Kurs mit 10x automatischer Auslösung des Fallschirms, im Anschluss der M-Kurs mit ebenfalls 10x Sprüngen. Die Kosten eines AFF Kurses sind höher im Vergleich zur konventionellen Ausbildung (A +M Kurs) aber die Lernziele lassen sich mit dem AFF Ausbildungsprogramm schneller und sicherer erlernen.

Was bedeutet "automatische Auslösung bzw. konventionell" in der Ausbildung?

Der Schüler ist über das Fallschirmsystem mit einer Aufziehleine (Staic Line) direkt mit dem Flugzeug verbunden und diese zieht, bedingt durch den Absprung, automatisch den Fallschirm aus seiner Verpackung.

Welchen Umfang hat die Konventionelle Ausbildung und wie läuft sie ab?

Die herkömmliche und klassische Form der Ausbildung zum Fallschirmspringen wird heutzutage als "konventionell" bezeichnet. Sie gliedert sich in zwei Abschnitte, die "Automatik" (A Kurs) - und die Freifallausbildung (M-Kurs).

A-Kurs:
Während der Automatikschulung werden die Sprünge aus Höhen zwischen 1.500 bis 1.800 Metern durchgeführt. Der Schüler ist dabei mit seinem Fallschirmsystem durch eine Aufziehleine mit dem Flugzeug verbunden. Beim Verlassen des Flugzeuges zieht die Aufziehleine den Fallschirm aus seinem Container. Der Öffnungsvorgang des Fallschirmes ist damit eingeleitet. Die Verbindung zwischen Springer und Flugzeug wird getrennt, sobald sich der Fallschirm mit Luft zu füllen beginnt. Der Springer hängt dann sofort an der geöffneten Fallschirmkappe.

Sprünge mit automatischer Auslösung dienen dem Erlernen einer korrekten Absprunghaltung und der bewussten Wahrnehmung der Körperlage im Luftstrom. Bevor der Springer ohne Aufziehleine springen darf und die Öffnung seines Fallschirmes selbst per Hand auslöst, muss er mindestens 10 automatische Sprünge erfolgreich absolviert haben (A-Kurs). Wurde dabei das eigenständige Ziehen des Aufziehgriffes demonstriert, kann er mit der Freifallausbildung (M-Kurs) fortsetzen:

M-Kurs:
Beim ersten Sprung fällt der Springer ca. 3 Sekunden, bevor er selbständig den Fallschirm öffnet. Mit zunehmender Sicherheit und Erfahrung wird die Absprunghöhe bis auf 4.000 Meter gesteigert, die Freifallzeit auf bis zu 55 Sekunden erhöht. Während der einzelnen Ausbildungssprünge erlernt der Springer verschiedene kontrollierte Bewegungen wie Drehungen, Rollen oder Salti im freien Fall sicher durchzuführen. Das Erreichen dieses Ziels und die dafür erforderliche Sprunganzahl sind individuell sehr unterschiedlich. Mindestens 23 Sprünge mit manueller Auslösung sind erforderlich, bis ein Schüler die Prüfungsreife erlangt.

Was heißt "AFF"?

"AFF" steht für "Accelerated Free Fall" und bedeutet soviel wie "beschleunigte Freifallausbildung".

Welchen Umfang hat die "AFF" Ausbildung und wie läuft sie ab?

Mit der AFF Ausbildung wird die zur Zeit modernste und effektivste Ausbildungsmethode im Fallschirmsport beschrieben. Das zu erreichende Ausbildungsziel, kontrollierter und langer freier Fall, wird dabei nicht ans Ende des Lernprozesses, sondern gleich an den Anfang gestellt. Absprünge mit automatischer Auslösung und kurzen Freifallzeiten entfallen. Die AFF-Ausbildung gliedert sich in 7 aufeinander abgestimmte Leistungsstufen (Level), die im Idealfall in 7 Sprüngen absolviert werden können. Jeder Level baut dabei inhaltlich auf dem vorhergehenden Fallschirmsprung auf.

Beim ersten Sprung begleiten zwei AFF-Ausbilder den Schüler nach dem Absprung im freien Fall. Neben der Gewöhnung des Sprungschülers an den freien Fall geht es hier bereits um die Durchführung eines Lernprogrammes innerhalb der etwa 50 bis 60 Sekunden dauernden Freifallphase. Richtige Körperhaltung, ständige Kontrolle der eigenen Höhe, Blickkontakt zu den Lehrern, Scheingriffübungen und das Öffnen des Fallschirmes in ca. 1.700 Metern Höhe auf Zeichen der Ausbilder sind die Aufgaben dieses ersten Sprunges.

Von Sprung zu Sprung werden das Lernprogramm und die Anforderungen an den Schüler gesteigert. Bereits beim dritten Level wird der Schüler von seinen Lehrern vollständig losgelassen. Sie fliegen allerdings in unmittelbarer Nähe neben ihm, um jederzeit helfend eingreifen zu können, falls dies erforderlich wird.

Jeder Level muss zufriedenstellend absolviert werden, bevor die nächste Stufe begonnen werden kann. Wird das Ausbildungsziel in einem bestimmten Sprung nicht erreicht, muss er wiederholt werden (Re-Jump).

Begleiten während der ersten drei Level noch zwei Lehrer den AFF-Schüler im freien Fall, ermöglicht es der erreichte Leistungstand bei Level 4, dass nur noch ein Lehrer mitspringt. Nach dem gemeinsamen Absprung, bei dem der Schüler zunächst noch vom Lehrer festgehalten wird, gibt dieser ihn frei, damit das Programm mit kontrollierten Drehungen beginnen kann. Beim siebenten und letzten Level muss der Schüler schließlich seine erlernten Fähigkeiten zusammengefasst in einem Sprung zeigen. Ist er dabei erfolgreich, hat er das Ziel, selbständig frei fallen und allein weiterspringen zu können, erreicht. Bei entsprechendem Talent des AFF-Schülers kann dies bedeuten, dass er bereits nach nur 7 Sprüngen ohne Lehrer und ganz allein den freien Fall sicher genießen kann.

Guten Rahmenbedingungen wie Wetter und ausreichende Flugzeugkapazität, verbunden mit entsprechendem Talent des Schülers ermöglichen es, das AFF-Programm innerhalb weniger Tage zu absolvieren. Wir springen nicht nur am Wochenende, sondern auch an Wochentagen.

Schneller lässt sich Fallschirmspringen nicht erlernen. Ein AFF-Kurs ist wegen seiner intensiven individuellen Betreuung die etwas kostenaufwendigere Form der Ausbildung. Mittelfrsitig betrachtet zahlt sich die Investition jedoch aus, da viele kleinere Lernschritte, wie bei der konventionellen Ausbildung, umgangen werden.

Was ist ein AFF-Schnuppersprung?

Der AFF Schnuppersprung war ursprünglich mal als "Einstiegshilfe" für Unentschlossene gedacht, die nicht ein volles Budget für einen ganzen Kurs eingehen wollten. Der Schnuppersprung umfasst die gleichen theoretischen und praktische Inhalte die der regulären AFF Ausbildung beschränkt auf den ersten Sprung. Der Schüler durchläuft an einem Wochenende die theoretische Grundausbildung. Am nächstmöglichen Sprungtag wird der erste praktische Fallschirmsprung durchgeführt.

Welche Lizenz erwerbe ich mit der AFF Ausbildungsmethode?

Mit einer abgeschlossenen AFF Ausbildung und weiteren Freifallsprüngen (mindestens 23 Freifallsprünge + 2 Prüfungssprünge) und der bestandenen theoretischen Prüfung kann beim DFV (Deutscher Fallschirmsport Verband) die Lizenz zum Fallschirmspringer beantragt werden. Sie ist weltweit und unbefristet gültig. Mit der Lizenz "Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer" kann auf jedem Sprungplatz alleine oder gemeinsam mit anderen Fallschirmspringern aus beliebiger Höhe gesprungen werden.

Wieviele Sprünge sind nötig, um die Lizenz beantragen zu können?

Mit der in der AFF Ausbildung absolvierten Fallschirmsprünge müssen ingesamt 23 Freifallsprünge absolviert werden, der 24. und 25 Sprung sind die praktischen Prüfungssprünge. In der konventionellen Ausbildung werden alle 10 Fallschirmsprünge aus dem M-Kurs angerechnet. Bei beiden Ausbildungsvarianten gilt: Voraussetzung zur Teilnahnme an der praktischen Prüfung sind insgeamt 23 Freifallsprünge.

Welche Ausbildungsart ist besser? AFF oder doch lieber konventionell (A+M Kurs)?

Wir bieten beide Ausbildungsvarianten an. Die AFF Ausbildungsmethode ist die modernere von beiden Ausbildungsvarianten. Die meisten Schüler entscheiden sich für die AFF Methode. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Absprunghöhe mit dem ersten Sprung aus 4.000m und damit wesentlich mehr Zeit (freier Fall bis zu 60sec) die freifalltaugliche Haltung einzunehmen bzw. zu erlernen. Weltweit wird überwiegend nach der AFF Methode ausgebildet. Unsere Ausbilder helfen gerne bei der Entscheidung und stehen für alle Fragen zur Verfügung.

Welche Kosten kommen zusätzlich zu den reinen Ausbildungsgebühren noch hinzu?

Die kompletten Kurs Preise sind auf der sky-fun Internet Seite hinterlegt und beinhalten den eigentlichen Kurs und die Leihausrüstung (Fallschirm-Springerkombi-Höhenmesser). Sprungbrille und Sprungbuch sind jeweils im Ausbildungspreis enthalten. Nicht enthalten sind die Gebühren für die ärtztliche Untersuchung: sie kostet ca 35-65 Euro und die Gebühren sollten vorher mit Arzt besprochen werden. Wichtig dabei ist: es handelt sich hierbei um eine reine Sportuntersuchung und keine fliegerärztliche Tauglichkeit!

Die Gebühren nach der Ausbildung zum Erreichen der Lizenz (mindestens 23 Freifallsprünge + 2 Prüfungssprünge = 25) setzen sich aus den eigentlichen Sprunggebühren und der Fallschirmmiete zusammen. Alle Freifallsprünge der Ausbildung werden mit angerechnet. Zum Schluss noch die Prüfungsgebühren in Höhe von Euro 100,00, die an den DFV (Deutscher Fallschirmsportverband) weitergeleitet werden. Gebühren für die Sportuntersuchung und Lizenzgebühren sind externe Gebühren.

Beispiel AFF:

  • Sportuntersuchung beim Arzt ca. € 35-65,-
  • Kursgebühren AFF € 1.595,- (7 Level Sprünge)
  • 11 × Freifallsprünge nach der Ausbildung AFF à € 48,-
    (pro Sprung inklusive Leihgebühr Fallschirmsystem)
  • 5 × Instruktorensprünge 2er Formationsspringen à € 98,-
  • Prüfungsgebühren (Theorie & Praxis) € 50,-
  • Lizenzgebühren DFV einmalig € 100,-
  • 2 × Prüfungssprünge

Beispiel konventionelle Ausbildung (A+M Kurs):

  • Kursgebühren A Kurs € 685,- (10x automatsche Sprünge)
  • Kursgebühren M Kurs € 435,- (10x manuelle Freifallsprünge)
  • Untersuchung beim Arzt ca. € 35-65,-
  • Prüfungsgebühren (Theorie & Praxis) € 50,-
  • Lizenzgebühren DFV einmalig € 75,-
  • 8 × Freifallsprünge nach dem M-Kursà € 46,-(pro Sprung inklusive Leihgebühr Fallschirmsystem)
  • 5 × Instruktorensprünge 2er Formationsspringen à € 98,-
  • 2 × Prüfungssprünge

Müssen die Ausbildungsgebühren alle auf einmal gezahlt werden?

Für die jeweiligen Kurse werden die Gebühren zu Beginn der Ausbildung fällig. Die weiteren Gebühren können pro absolvierten Sprung gezahlt werden.

Wo findet die theoretische Prüfung statt?

Die Prüfung wird direkt bei uns nach den Richtlinien des DFV organisiert.Theoretische Prüfungen werden ständig während der Saison bei uns angeboten

Welchen Umfang hat die theoretische Prüfung?

Ca. 50 Fragen und Antworten im Multiple Choice Verfahren aus den Fächern Luftrecht, Freifall, Meteorologie, Technik, Verhalten in besonderen Fällen, Aerodynamik und menschliches Leistungsvermögen. Die Vorbereitung sowie die anschließende theoretische und praktische Prüfung findet direkt bei sky-fun statt.

Welchen Umfang hat die theoretische Ausbildung vor dem ersten Sprung?

Für den Grundschulung vor dem ersten Sprung sind ca. 2 TageTheorie erforderlich. Weitere 15 Stunden werden dann parallel zur praktischen Ausbildung und als Vorbereitung auf die theoretische Prüfung bis zur Lizenzprüfung erteilt.

Kann ich Ausrüstungsgegenstände z.B, Fallschirmsystem bei der sky-fun leihen?

Fallschirmsysteme können nach der Ausbildung gegen eine Leihgebühr von 10,- Euro/Sprung ausgeliehen werden.

Wie hoch ist das Mindestalter für Fallschirmspringer?

Man kann mit Vollendung des 14. Lebensjahres die Ausbildung beginnen. Eine schriftliche zustimmung der Erziehungsberechtigten ist Voraussetzung. Die Lizenz kann allerdings erst mit Vollendung des 16. Lebensjahres beantragt werden.

Wann muß eine im Ausland erworbene Lizenz umgeschieben werden und was ist hierzu nötig?

Sobald jemand länger als 6 Monate in Deutschland wohnt, muß er seine ausländische Lizenz in eine deutsche Lizenz umschreiben lassen. Hierfür müssen mindestens 12 Sprünge in den letzten 12 Monaten nachgewiesen werden, egal wo diese durchgeführt wurden.

Wenn keine 12 Sprünge nachgeweisen werden können, müssen die noch fehlenden Sprünge in Deutschland unter Lehreraufsicht mit einem normalen Ausbildungsvertrag nachgeholt werden. Dies geht auch bei uns.

Zusätzlich muß eine theoretische Prüfung (Luftrecht) vor einem DFV Prüfungsrat abgeleget werden, hierzu gibt es einen speziellen Fragenkatalog "für Umsteiger". Die Prüfung kann bei uns abgelegt werden. Hierzu ist eine theoretische Vorbereitung im Fachgebiet Luftrecht notwendig.

Benötige ich in Deutschland eine Fallschirm Versicherung?

Ja, eine Fallschirm Halterhaftpflicht ist Pflicht. Unsere Schirme sind alle ausreichend versichert. Eigene Fallschirmsysteme können direkt beim DFV (Deutscher Fallschirmsportverband e.V.) versichert werden.

Kann ich die Ausbildung auch ohne Sportuntersuchung beginnen?

Ja, allerdings nur den theoretischen Unterricht. Gesprungen werden darf erst mit Untersuchungszeugnis (Sportuntersuchung). Die Untersuchung kann bei jedem normalen Hausarzt durchgeführt werden. Vorlagen für die Untersuchungsdurchführung sowie der Vordruck des Attestes sind auf der rechten Seite hinterlegt. Bitte den untersuchenden Arzt darauf hinweisen, dass es sich um eine normale Sportuntersuchung handelt. Es muss kein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis sein. Sportuntersuchungen aus anderen Bereichen (z.B Tauchen, Feuerwehr usw.) werden anerkannt.

Welche Vorausetzungen muß ich erfüllen, um eine Ausbildung zum Fallschirmspringer beginnen zu können?

Eine normale körperliche und psychische Fittness reicht aus, die Anforderungen sind bei der modernen Ausbildung und dem modernen Schulungsmaterial nicht besonders hoch. Ansonsten natürlich eine Portion Mut und den festen Willen, diesen wunderschönen Sport zu erlernen. Folgende Unterlagen sollten vor Beginn der Ausbildung vorliegen:

  • Ein ärztliches Untersuchungszeugnis (Vorlagen auf unserer Seite oben,rechts)
  • Das ausgefüllte und unterzeichnete Anmeldeformular sky-fun bzw. Anmeldung über unsere Homepage unter Ausbildung -> Anmeldung
  • 2 Passbilder
  • Der Überweisungsbeleg für die Ausbildungsgebühr

Wie lange benötige ich bis zur Lizenz?

Wie lange für die Ausbildung benötigt wird, hängt in erster Linie von dem persönlichen Engagement des Schülers ab. Wer oft kommt, springt oft. Wir springen fast täglich: wenn das Wetter mitspielt können z.B. beim AFF Kurs die 7 Level innerhalb einer Woche absolviert weden. Erfahrungsgemäß reichen insgesamt 23 Freifallsprünge (+ 2 Prüfungssprünge) zur Erlangung der Sprunglizenz aus.

Wie verläuft die Ausbildung bei sky-fun?

Die Grundschulung vor dem ersten Sprung beginnt zu festgelegten Terminen jeweils an einem Samstag um 10:00 Uhr und endet am Sonntag gegen ca. 15:00 Uhr.

Hier wird die Theorie vermittelt, die zur sicheren Durchführung des ersten Sprunges benötigt wird, sowie praktische Übungen wie z.B. Landefall und Steuer-, Abtrenn- und Notfallübungen im Simulatorgurtzeug.

Mittels eines Tests wird der Wissensstand überprüft und festgestellt, ob der Schüler auch physisch und psychisch fit den ersten Fallschirmabsprung absolvieren kann. Sofern die äußeren Bedingungen (Wind & Wetter) es zulassen, kann dann am nächstmöglichen Sprungtag der erste Fallschirmsprung durchgeführt werden. Weil wir nahezu täglich springen, kann die praktische Ausbildung innerhalb kürzester Zeit absolviert werden.

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